Wie berechne ich die Blendung?

Zunächst modelliert man die geplante PV-Anlage unter Berücksichtigung der Topologie. Dabei berücksichtigen wir Verkehrswege und schützenswerte Räume als Immissionsorte in unserem Modell. Man spricht von der Einmessung der PV-Anlage und der Bestimmung der Immissionspunkte der Umgebung.

Die eigentliche Blendberechnung fragt sich in einem iterativen Prozess immer “Was wäre wenn? – bei verschiedenen Winkeln, an verschiedenen Standorten und bei Verschattungen und kommt es zu physiologischer oder pychologischer Blendung.

Physiologische Blendung

Das Sehvermögen wird durch Streulicht im Auge vermindert.

Psychologische Blendung

Ein Mensch fühlt sich belästigt.
Bei der genauen Berechnung wird die Dauer während des Jahres und die Dauer der Blendung während des Tages berechnet. Dabei wird immer festgehalten bei welchen Winkel zur Blickrichtung, bei welchem Winkel zwischen Sonne und Reflexion und wie die Größenverhältnisse und die Abstände und Wegzeiten (zum Beispiel bei Verkehr) während der Blendung sind.

Für die Blendberechnung werden beispielhaft die folgenden Berechnungen gemacht. Das Ergebnis ist immer ein Diagramm

Topographie

Die Topographie beschreibt die Geländeform und Höhenverteilung einer Landschaft. Sie umfasst Merkmale wie Hügel, Täler, Ebenen oder Bauwerke und beeinflusst wesentlich, wie Sonnenlicht reflektiert oder geblockt wird. In Blendgutachten ist die Topographie ein wichtiger Faktor zur realistischen Bewertung möglicher Blendwirkungen.

Lage des PV Feldes im Raum

Die Lage des PV-Feldes im Raum beschreibt die exakte Position der Photovoltaikanlage in der Landschaft, inklusive Höhe, Orientierung und geografischer Koordinaten. Sie ist entscheidend für die Berechnung möglicher Blendwirkungen, da sie bestimmt, wie und wann Sonnenlicht reflektiert wird – insbesondere im Zusammenspiel mit Umgebung, Topographie und Beobachterstandorten.

Das Berechnungsmodel

Das Berechnungsmodell ist die rechnerische Grundlage zur Analyse möglicher Blendwirkungen von Photovoltaikanlagen. Es simuliert den Sonnenstand, die Reflexion auf Moduloberflächen und deren Sichtbarkeit aus relevanten Beobachterperspektiven – zum Beispiel Straßen, Wohngebiete oder Flughäfen. Moderne Modelle wie SGHAT berücksichtigen dabei zusätzlich Topographie, Wetterdaten und die Ausrichtung der PV-Module.

Blendhäufigkeit

Die Blendhäufigkeit beschreibt, wie oft eine Blendwirkung durch eine Photovoltaikanlage an einem bestimmten Immissionspunkt auftritt – typischerweise gemessen in Tagen oder Stunden pro Jahr. Sie ist ein zentrales Bewertungskriterium in Blendgutachten, um die Relevanz einer möglichen Beeinträchtigung für Verkehrsteilnehmer, Anwohner oder Flugpersonal zu beurteilen

Blenddauer

Die Blenddauer gibt an, wie lange eine einzelne Blendung durch eine Photovoltaikanlage pro Tag oder Ereignis andauert – meist in Minuten gemessen. In Kombination mit der Blendhäufigkeit ermöglicht sie eine genaue Bewertung der potenziellen Beeinträchtigung und ist ein wichtiger Faktor für die Genehmigungsfähigkeit eines PV-Projekts.

Blendgefährdung

Der Glare Hazard Plot stellt die erwartete okulare Wirkung jeder Minute prognostizierter Blendung dar. X-Achse: Der Sehwinkel der Blendungsquelle also der Winkel, den die sichtbare Blendfleckfläche am Auge einnimmt. Y-Achse: Die retinale Irradianz, also die Strahlungsleistung pro Fläche, die auf die Netzhaut trifft. Die drei Gefahrenzonen – grün, gelb und rot – basieren auf Literaturwerten und geben die erwarteten Auswirkungen auf das Auge wieder Der Referenzpunkt (gelb mit blauem Rahmen) zeigt die Gefährdung an, die durch die Betrachtung der ungefilterten Sonne entsteht

Topgraphie

Einmessung, Modellentwicklung

Lage des PV Feldes im Raum

Einmessung, Modellentwicklung

Das Berechnungsmodel

Einmessung, Modellentwicklung

Blendhäufigkeit

So häufig kommt es zur Blendung.

Blenddauer

So lange kommt es pro Tag und über ein Jahr. zur Blendung.

Blickwinkel

So lange kommt es pro Tag und über ein Jahr. zur Blendung.

Reflexionsverteilung

Höhe und Distanz der Umgebung

Lassen Sie Blendungen nicht Ihr PV-Projekt gefährden